Neuer Historischer Token : ideal als Anschauungsobjekt mit geschichtlichem Hintergrund. Oder für LARP & Reanactment.
Ein perfektes Geschenk für Sammler oder als Ergänzung zur eigenen Sammlung:
Historischer neuer Souvenirtoken: 36 mm 20 g Bronze
Wie Abbildung
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) im Deutschen Reich veränderten sich die politischen Bedingungen im Saargebiet hinsichtlich der im Januar 1935 anstehenden Abstimmung über seinen zukünftigen Status. Unter dem Eindruck der Zustimmung der bürgerlichen Parteien zum Ermächtigungsgesetz und ihrer anschließenden Selbstauflösung sowie der Gleichschaltung im Reich ging im Saargebiet die bürgerliche Deutsch-Saarländische Volkspartei im Juni 1933 auf Initiative ihres Vorsitzenden Hermann Röchling in der Einheitspartei Deutsche Front (DF) auf, deren einziges Ziel die Rückkehr nach Deutschland war. Das Gleiche taten die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), die Deutsche Zentrumspartei, die Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei, WP) und mit dem persönlichen Einverständnis des Reichskanzlers Adolf Hitler die NSDAP.
Als einzige bedeutende Partei wechselte die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) nach der Machtübernahme 1933 ihren Kurs, indem sie nicht länger die Rückkehr des Saargebiets nach Deutschland befürwortete, sondern für den Fortbestand der Mandatsverwaltung eintrat, um es weiterhin aus dem Machtbereich der Hitlerdiktatur herauszuhalten. Der SPD half bei diesem Vorhaben ihre Tageszeitung, die Volksstimme.
Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), die alle ohne Volksabstimmung im Versailler Vertrag festgelegten Gebietsabtretungen Deutschlands verwarf, blieb eine Gegnerin der Mandatsverwaltung. Sie bekämpfte nun die Sozialdemokraten nicht mehr nur als Sozialfaschisten, sondern zusätzlich als „Vaterlandsfeinde, die das deutsche Volk an Frankreich verrieten“.
Erst sechs Monate vor der Abstimmung, im Juli 1934, entschied sich die KPD, veranlasst vom Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale, zur Bildung einer Einheitsfront mit den Sozialdemokraten zwecks Fortsetzung des Völkerbundmandats. Um den radikalen Kurswechsel gegen den Widerstand örtlicher Funktionäre durchzusetzen, entsandte die KPD-Führung Herbert Wehner ins Saargebiet.
Die Agitation gegen einen Anschluss behinderten Restriktionen der französisch dominierten Mandatsverwaltung wie das Fehlen eines Rundfunksenders für das Saargebiet und das Auftrittsverbot für Redner oder überhaupt Politiker aus dem Deutschen Reich, die als Flüchtlinge in dieser Zeit kurz Aufenthalt im Saargebiet genommen hatten und über den Naziterror aus eigenem Erleben berichten konnten.
Der Versailler Vertrag sah drei Optionen für die Abstimmungsentscheidung vor:
Beibehaltung der gegenwärtigen Rechtsordnung (Status quo)
Vereinigung mit Frankreich
Vereinigung mit Deutschland
Für die erste Option hatte niemand konkrete Planungen angestellt, der Völkerbund selbst äußerte sich diplomatisch unverbindlich,[19] das Saargebiet wäre weiterhin wirtschaftlich ausgebeutet worden und ein Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland geblieben. Die zweite hätte Demokratie, jedoch Verlust der deutschen Sprache und Kultur bedeutet. Die dritte Option bedeutete, mit Deutschland zugleich Hitler zu wählen.
Der Abstimmungskampf (auch Saarkampf) wurde mit politischen, künstlerischen und medialen Mitteln geführt, wobei die mediale Präsenz der Deutschen Front die der Einheitsfront bei weitem übertraf. Vom Deutschen Reich aus wurden schon Monate vor der Volksabstimmung besondere Anstrengungen unternommen, um das Saargebiet per Rundfunkpropaganda zu erreichen. Volksempfänger wurden verteilt und in zahlreichen Sendungen betont, das Saargebiet gehöre zu Deutschland. Im Zuge dieser von Joseph Goebbels geleiteten Kampagne der NS-Propaganda wurden 1500 Versammlungen und Kundgebungen sowie über 80.000 Plakate eingesetzt.[20] Die Alternative zur Rückkehr nach Deutschland sei fortgesetzte Massenarbeitslosigkeit, wirtschaftliche Ausbeutung durch Frankreich und fehlende politische Mitbestimmung.
Die Hitlergegner sahen die bevorstehende Abstimmung als Chance eines Denkzettels gegen Hitler. Dem in den Veranstaltungen unzählige Male gesungenen Saarlandlied Deutsch ist die Saar von Hanns Maria Lux stellte Bertolt Brecht das Lied Haltet die Saar, Genossen! entgegen, das von Hanns Eisler vertont wurde. Gustav Regler schrieb den oppositionellen Roman Im Kreuzfeuer.
Obwohl viele international bekannte Persönlichkeiten die Politik der Beibehaltung des Status quo unterstützten, war die Status-quo-Politik der Einheitsfront aus der SPD unter Max Braun, KPD unter Friedrich Pfordt, einer Minderheit der bisherigen Zentrumspartei um Johannes Hoffmann und linkssozialistischen und autonomistischen Splittergruppen aufgrund der Stärke der die Wiedervereinigung befürwortenden Kräfte zum Scheitern verurteilt.

Related Items:

1935 "SAAR WILL REMAIN GERMAN FOREVER" Real Photo Post Card stamped Pre WW II
$30.73

WWII GERMAN M1935 M1940 M1942 KRIEGSMARINE NAVY HELMET DECAL SET
$10.36

1935 German Navy Deutsche Reichsmarine Cigarette Card Complete Album Perfect
$151.20